Antrieb und Motor

Die Position der angetriebenen Räder beeinflusst Wendekreis, Outdoor-Stabilität und Steigfähigkeit. Drei Bauarten dominieren den Markt — jede mit eigenen Vor- und Nachteilen.

Heckantrieb (Rear Wheel Drive, RWD)

Die Antriebsräder sitzen hinten, vorne befinden sich kleine Lenkrollen. Der historische Klassiker — bei vielen Standardmodellen anzutreffen.

Mittelantrieb (Center Wheel Drive, CWD)

Die Antriebsräder sitzen in der Mitte des Rahmens, vorn und hinten gibt es Stützräder. Wendet auf der Stelle.

Frontantrieb (Front Wheel Drive, FWD)

Die Antriebsräder sitzen vorne, Lenk- oder Stützräder hinten. Im Markt seltener vertreten, aber mit klaren Stärken im Gelände.

Motorbauarten

Heutige Elektrorollstühle verwenden überwiegend zwei Motorbauarten:

Drehmoment und Steigfähigkeit

Das Drehmoment der Motoren bestimmt, wie steile Rampen und Hindernisse überwunden werden können. Übliche Werte:

Steigungen werden in Prozent oder Grad angegeben. Die DIN-Norm für Rampen erlaubt im barrierefreien Bau 6 %, was etwa 3,4° entspricht. Praktisch reicht für die meisten Alltagsanforderungen ein Rollstuhl mit 10° Steigfähigkeit.

Anzahl der Motoren

Standard ist 2 Motoren — je ein Motor pro Antriebsrad. So entsteht die Drehbewegung durch unterschiedliche Drehrichtungen der Räder (Skid-Steering). Manche Spezial­modelle haben 4 Motoren für besseres Outdoor-Verhalten (z. B. Permobil F5 Corpus VS).